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Leer, 07. September 2016. – Dass die CDU für die Stärkung des Ehrenamtes ist, ist nichts Besonderes und unterscheidet sie auch nicht von der SPD. „Die sind auch dafür“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete und Generalsekretär der CDU in Niedersachsen, Ulf Thiele. „Nur merkt man es kaum, zumindest nicht im Landkreis Leer.“ Zwar erhalten auch die hier ehrenamtlich Tätigen die so genannte Ehrenamtskarte und sollen dadurch Vorteile haben, zum Beispiel durch einen kostenreduzierten Kinobesuch oder andere Vergünstigungen. „Aber im Landkreis Leer gibt es solche Angebote kaum und das möchte ich ändern“, so der CDU-Landratskandidat Dr. Dirk Lüerßen in einer gemeinsamen Diskussion mit Ulf Thiele und Auszubildenden der Hartmann-Reederei in Leer.

 

1,4 Millionen der rund acht Millionen Niedersachsen engagieren sich in einem Ehrenamt. Ob im Sport- oder Schützenverein, bei der Feuerwehr oder dem Technischen Hilfswerk oder an anderer Stelle – viele Angebote auch der so genannten Daseinsvorsorge seien ohne Ehrenamtliche nicht vorstellbar.
Als kleine Anerkennung habe die CDU-Regierung unter Christian Wulff vor Jahren die Ehrenamtskarte eingeführt. „Jetzt tun viele Sozialdemokraten so, als sei das ihre Erfindung“, so Ulf Thiele. „Sie könnten aber viel dazu beitragen, dass sie ein Erfolg ist und den Inhabern wirklichen Nutzen bringt.“ Im Landkreis Leer sei das aber kaum der Fall.

 

Auch für Dr. Dirk Lüerßen ist das Ehrenamt ein wichtiger Stützpfeiler der Gesellschaft und des Staates. Aber es gebe den hier Tätigen auch „viel Sozialkompetenz“. Notwendig sei aber zudem eine Anerkennung durch die Gesellschaft, den Staat. Bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise, bei der Unterbringung und Versorgung der notleidenden Menschen hätten die Ehrenamtlichen „enorm viel geleistet“. Es sei schon längst an der Zeit, ihnen Dank zu sagen. Das könne zum Beispiel in Form eines gemeinschaftlichen Grillabends für die vielen hundert Helfer, aber auch für in anderer Funktion tätigen Ehrenamtlichen geschehen, der vom Landkreis ausgerichtet werde. „Dafür muss Geld da sein“, so Dr. Lüerßen, denn ohne die ehrenamtlich Tätigen müsse der Staat noch viel mehr Geld aufbringen, um die Aufgaben zu erledigen.