Emden / Leer, 28. Januar 2018.- Das Programm ‚Wege ins Studium öffnen‘ wird durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fortgeführt und ausgeweitet. Von dieser Entscheidung profitiert laut einer Mitteilung des CDU-Landtagsabgeordneten Ulf Thiele auch die Hochschule Emden/Leer. In den Jahren 2018 bis 2020 werden landesweit neun Projekte mit insgesamt über drei Millionen Euro unterstützt. Die Mittel stammen aus dem Hochschulpakt. Die Hochschule Emden/Leer erhält für das Projekt mit dem Titel ‚Nachhaltige Entwicklung Ostfrieslands mit MINT (NEO-MINT2)‘ Mittel aus diesem Programm. „Das sind gute Nachrichten für die Hochschule und die Studierenden an der Hochschule“, so Ulf Thiele in einer Pressemitteilung.

Neben der Weiterführung von Maßnahmen, die bereits seit 2016 gefördert werden, und die auf die Akademisierung von Menschen in der Region im technischen Bereich abzielen, kann die Hochschule Emden/Leer mit der Ausweitung des Förderprogrammes ein neues Konzept zur Flexibilisierung der Studieneingangsphase sowie des weiteren Studienverlaufs umsetzen. Dabei sind studienzeitverlängernde Maßnahmen sowohl für Studierende mit Startschwierigkeiten und für Studierende mit anderweitigen Verpflichtungen wie die Pflege Angehöriger o.ä. als auch für besonders begabte Studierende vorgesehen. „Es ist wichtig, auf die individuellen Bedürfnisse der Studierenden einzugehen, um einen erfolgreichen Studienabschluss zu ermöglichen“, ist Ulf Thiele überzeugt. Er ist auch finanzpolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag, und hält die Maßnahme für eine gute Zukunftsinvestition.

Ziel des Programmes ‚Wege ins Studium öffnen‘ ist es, mehr Chancengerechtigkeit bei der Hochschulbildung zu gewährleisten. Derzeit sei eine Vielzahl gesellschaftlicher Gruppen an den Hochschulen unterrepräsentiert – die Gründe dafür seien vielfältig. So werde gerade in Deutschland der Bildungsweg beispielsweise noch immer maßgeblich vom Elternhaus geprägt. Von 100 Kindern, bei denen zumindest ein Elternteil studiert hat, studieren 77. Hat kein Elternteil studiert, sind es nur 23, zitierte Ulf Thiele aus den Ergebnissen einer Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks aus dem Jahr 2013. „Ich setze mich dafür ein, dass jeder, der die entsprechenden Fähigkeiten dazu hat und statt einer dualen Ausbildung eine akademische Ausbildung machen will, auch ein Studium aufnehmen und erfolgreich beenden kann. Zugleich werbe ich jedoch auch bei jungen Menschen für die duale berufliche Bildung. Wir brauchen beides. Ein attraktives berufliches Bindungssystem sowie die Chance für jeden, der die allgemeine Hochschulreife oder einen vergleichbaren Abschluss erreicht hat, erfolgreich ein Hochschulstudium zu absolvieren.“