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Leer/Rhauderfehn, 24. Februar 2017.- „Wir brauchen dringend eine bessere Versorgung der Förderschulen mit Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeitern.“ Das ist die Kernforderung von Ulf Thiele und Kai Seefried nach einem Besuch der Greta-Schoon-Schule in Leer. Der CDU-Landtagsabgeordnete und Generalsekretär der CDU in Niedersachsen sowie sein Parlamentskollege aus Stade, der schulpolitischer Sprecher der CDULandtagsfraktion ist, informierten sich in der Bildungseinrichtung sowie anschließend im Gymnasium Rhauderfehn über die Arbeit der Schulen und über die Probleme wie auch die Investitionsbedarfe.
In der Greta-Schoon-Schule hat sich die Lage zumindest mit Blick auf den Mangel an pädagogischen Mitarbeitern leicht entschärft. Denn nach zwei parlamentarischen Anfragen von Ulf Thiele und einem Protestbrief des Kollegiums an das Kultusministerium hat dieses der Schule eine von fünf benötigten Stellen für pädagogische Mitarbeiter zugewiesen. „Viel zu wenig“, konstatierte Ulf Thiele. „Hier muss die Situation dringend weiter verbessert werden“, denn eigentlich fehlen immer noch vier Stellen und weitere Lehrerstellen könnte die Greta-Schoon-Schule auch gut gebrauchen, wie Schulleiterin Petra Fischer-Janssen und ihre Stellvertreterin Tanja Kampling im Gespräch mit den Abgeordneten deutlich machten.
Doch es mangelt nicht nur an Personal, auch die räumliche Situation muss weiter verbessert werden. Denn die Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt seit Jahren kontinuierlich an. Erstmals habe man die Aufnahme eines Schülers sogar ablehnen und ihn und seine Eltern auf den August vertrösten müssen. „Hier muss der Landkreis Leer als Schulträger handeln“, sagte Ulf Thiele. Er sagte seine Unterstützung im Kreistag zu des Landkreises Leer zu.

Insgesamt zeigten sich Ulf Thiele und Kai Seefried beeindruckt von der Greta-Schoon-Schule. „Es ist eine tolle Schule mit sehr guten und engagierten Lehrkräften“, lobte Ulf Thiele.
Rund 1.000 Schülerinnen und Schüler aus dem Oberledinger Land besuchen derzeit das Gymnasium in Rhauderfehn – auch hier ist die Tendenz steigend, nicht zuletzt aufgrund der Wiedereinführung des Abiturs nach neun statt wie bisher nach acht Jahren. Ein Problem an der Schule ist die Gestaltung des Nachmittagsangebotes: An einem Tag in der Woche hat die Schule als sogenannte Teilgebundene Ganztagsschule ein verpflichtendes Angebot. Dieses außergewöhnliche Konzept – normalerweise müssen mindestens zwei Tage für die Schüler verpflichtend gemacht werden – wird von Schülern, Eltern und Lehrern akzeptiert – ein zweiter Nachmittag würde von der Mehrzahl der Eltern abgelehnt, erfuhren Ulf Thiele und Kai Seefried im Gespräch mit der Schulleiterin Ulrike Janssen, der Elternratsvorsitzenden Petra Fussy und dem Schülersprecher Derk Bruns. Die Schule warb dafür, dieses ungewöhnliche Angebot aufrechterhalten zu dürfen. Recht zufrieden sind die Schulvertreter mit der Lehrerversorgung – nur im Fach Niederländisch gebe es einen dringend abzudeckenden Bedarf.