Andreas Aschoff, Rene Hackmann und Kai-Uwe Broek (von links) begrüßten Ulf Thiele. Foto: Alex Siemer

Leer, 09. Februar 2017. -Wenn in Ostfriesland von Windkraftanlagen gesprochen wird, hat fast jeder die Landschaftsbild-prägenden Groß-Windkraftanlagen aus Aurich vor Augen. Dass am Standort Leer ein Unternehmen die kleinen Schwestern dieser Himmelsgiganten baut, wissen nur wenige. „Dabei ist das Unternehmen Lely Aircon B.V. als Produzent von Kleinwindkraftanlagen eine echte Innovationsschmiede“, so der Landtagsabgeordnete und Generalsekretär der CDU in Niedersachsen, Ulf Thiele, nach einem Besuch am Produktionsstandort Am Emsdeich in Leer. Hier entstehen kleine und mittlere Anlagen mit 10 oder 30 Kilowatt Leistung, mit denen insbesondere Landwirte ihren Strom für den Eigenbedarf produzieren können.

Auf diese Nische setzt die Lely Aircon seit ihrer Gründung Mitte der neunziger Jahre. Mit nur 40 bis 50 Metern Höhe fügen sich diese Windräder gut in das Landschaftsbild ein. Dafür gewinnen sie natürlich auch weniger Windstrom. „Eine Einspeisevergütung lässt sich nicht rechnen“, erläuterte Rene Hackmann, der für den internationalen Vertrieb der Anlagen zuständig ist. Profitabel werden diese kleineren Windrädern dadurch, dass die von ihnen gewonnene Energie selbst verbraucht und dann nicht mehr von anderen Anbietern zugekauft werden muss. Zusammen mit Geschäftsführer Kai Uwe Broek und General Manager Andreas Aschoff erläutere Hackmann Ulf Thiele die Firmenentwicklung seit Mitte der neunziger Jahre, als das Unternehmen als Aircon GmbH & Co. KG gegründet wurde. 2012 übernahm die in den Niederlanden ansässige Lely-Gruppe das mittelständische Unternehmen.

Etwa 100 Anlagen mit einer Leistung von zehn bzw. 30 Kilowatt hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren verkauft und installiert, unter anderem in den USA, Großbritannien, Japan und natürlich vor allem in Deutschland. In Ostfriesland produzieren an die 20 von Lely Aircon entwickelte, aufgebaute und gewartete Anlagen Strom für den Eigenverbrauch ihrer Investoren, davon drei sogar in der Stadt Leer. „Die fallen gar nicht so sehr auf“, findet auch Ulf Thiele, der für die Anlagen aus Leer einen weltweit interessanten Markt sieht.