Foto: Gertrud de Buhr

Remels, 17. April 2018.-  Ab dem 1. August 2018 wird der Besuch der Kindergärten in Niedersachsen nach dem Willen von CDU und SPD beitragsfrei sein. Einrichtungen wie der Kinderspielkreis Zwergennest in Remels werden von der Kostenübernahme jedoch nicht profitieren – denn das Zwergennest ist kein nach den gesetzlichen Standards anerkannter Kindergarten. „Trotzdem ist das Zwergennest ein wichtiges ergänzendes Betreuungsangebot für die kleinen Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren“, betonte der Landtagsabgeordnete und finanzpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Ulf Thiele, bei einem Besuch des Kinderspielkreises.

Im Zwergennest gibt es zwei Gruppen mit jeweils zwölf Kindern und zwei Betreuerinnen und eine sechs Kinder umfassende Gruppe mit einer Betreuerin. An drei Tagen in der Woche werden die Kinder auf einem Bauernhof am Remelser Kanal insgesamt zehn Stunden lang betreut und können sich im und um das landwirtschaftlich geprägte Haus mit großzügigem Garten austoben. Getragen wird das Zwergennest von einem gemeinnützigen Verein. Die Finanzierung erfolgt durch Elternbeiträge in Höhe von knapp 100 Euro im Monat und durch einen jährlichen Zuschuss der Gemeinde Uplengen sowie durch Spenden und Einnahmen aus eigenen Aktivitäten.

Mit der Vereinsvorsitzenden Kirsten Lindenthal, ihrer Stellvertreterin Frauke Meyer, mit Mitarbeiterinnen, dem allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Uplengen, Hermann Peper, dem Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktion, Jonny Duis, sowie der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU Uplengen, Simone Schonvogel, sprach Ulf Thiele über die Zukunft des Kinderspielkreises und die künftige finanzielle Absicherung der Vereinsarbeit. Einig waren sich alle, dass der Kinderspielkreis eine gute pädagogische Arbeit leistet und wichtig für die Kinderbetreuung in der Gemeinde Uplengen ist.„Dass der Besuch von Kindergärten künftig kostenlos ist, der von Kinderspielkreisen aber nicht, stellt diese Einrichtungen natürlich vor Probleme“, weiß auch Ulf Thiele.

Wichtig sei deshalb, auf kommunaler Ebene eine Lösung zu finden, dass der Kinderspielkreis Zwergennest sein Angebot auch künftig machen könne. Für die Kinder im Jahr vor der Einschulung gibt es diese Lösung bereits. Für diese Kinder übernimmt die Gemeinde den wesentlichen Anteil des Elternbeitrages. „Ziel ist es, das Zwergennest in Uplengen zu erhalten.“ Außer dem Spielkreis in Remels gibt es im Landkreis Leer noch drei weitere Einrichtungen dieser Art. „Auch für sie müssen wenn möglich kommunale Lösungen gefunden werden, die für alle tragbar sind“, so Ulf Thiele.