Thiele: Ganztagsbetreuung, Inklusion, Digitalisierung und Schulsozialarbeit mit vielen Fragen 

Kreiselternrat Leer im Austausch mit CDU-Landtagsabgeordneten:

Leer. Der Vorsitzende des Kreiselternrates Leer, Jens-Rainer Bohlsen und Vorstandsmitglied Johanne Jütting haben sich in einem Gespräch mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Ulf Thiele in Leer intensiv über aktuelle Herausforderungen an den Schulen im Landkreis Leer ausgetauscht. Zentrale Themen waren die Umsetzung der Ganztagsbetreuung an Grundschulen, die inklusive Bildung, die Digitalisierung sowie die Bedeutung der Schulsozialarbeit. allem die Ausgestaltung der Inklusion, also des gemeinsamen Unterrichts von Kindern mit und ohne Handicap, lagen den Elternvertretern am Herzen. Mit der Abschaffung der Förderschulen stünden viele Schulen und Familien vor großen Herausforderungen. Der Kreiselternrat forderte mehr Unterstützung, damit alle Kinder – unabhängig von ihren Voraussetzungen – faire Bildungschancen erhalten. Die Abschaffung der Förderschule Lernen sei ein Fehler. Mit dem Entwurf der Landesregierung für ein neues Schulgesetz würden jetzt zudem die Förderschulen mit den Schwerpunkten Emotionale und Soziale Entwicklung sowie Körperliche Entwicklung infrage gestellt. „Kultusministerin Hamburg muss endlich den Irrweg verlassen, die Förderschulen ideologisch zu betrachten. Die Schüler und Eltern sind die Leidtragenden einer verfehlten Inklusionspolitik. Sie werden völlig überfordert“, so Thiele. Mit Blick auf die Schulbegleitungen von Menschen mit Beeinträchtigungen waren sich die Vertreter des Kreiselternrates mit Thiele einig, dass es einer besseren Koordination der Schulbegleiter bedürfe und ermöglicht werden müsse, die Lehrerinnen und Lehrer unmittelbar zu unterstützen.

Auch die organisatorische Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung war Thema des Gesprächs. Diskutiert wurde unter anderem, wie sich die Betreuung während der Mittagszeit gestalten lässt, welche baulichen Maßnahmen notwendig sind und wer deren Finanzierung übernimmt. Der Kreiselternrat betonte, dass eine funktionierende Ganztagsbetreuung nur mit einer guten räumlichen und personellen Ausstattung gelingen könne. Da gebe es an einigen Schulen noch deutlichen Verbesserungsbedarf.

Ein weiteres Thema war die Digitalisierung an Schulen. Zwar werden demnächst Tablets für Schüler und Lehrkräfte bereitgestellt, doch fehle es an pädagogischen Konzepten für deren Einsatz. Der Kreiselternrat sprach sich für ein durchdachtes Gesamtkonzept aus, das Lehrkräfte entlaste und Schülerinnen und Schülern einen sinnvollen Umgang mit digitalen Medien ermögliche. „Einfach nur Tabletts anzuschaffen, ohne ein durchdachtes Konzept für deren Nutzung zu haben, ist Geldverschwendung“, findet Jens-Rainer Bohlsen, Vorsitzender des Kreiselternrates Leer.

Auch die Schulsozialarbeit und Prävention standen auf der Agenda. In Zusammenarbeit mit Präventionsräten und Sozialpädagogen sollen Schulen besser unterstützt werden, um frühzeitig auf soziale Probleme reagieren zu können. „Der Landkreis Leer bezahlt keine einzige Stelle in der Schulsozialarbeit. Das sieht in anderen Landkreisen, wie beispielsweise im Emsland ganz anders aus, stellte Bohlsen fest. Thiele erläuterte, dass die CDU den Ausbau der Schulsozialarbeit ausdrücklich unterstütze und daher im Landtag eine Ausweitung des Engagements des Landes fordere. „Unsere Schulen müssen immer mehr Aufgaben übernehmen, die nichts mit Bildung im engeren Sinne zu tun haben, dafür brauchen sie qualifizierte Unterstützung. Schulsozialarbeit entlastet die Lehrkräfte und stärkt damit die Unterrichtsqualität“, ist Thiele überzeugt.

„Die Anliegen, die die Eltern und Schulen im Landkreis Leer bewegen, sind vielfältig und komplex“, erklärte Jens-Rainer Bohlsen. „Wir brauchen dringend mehr Engagement seitens der Landes- und Kreispolitik, um chancengerechte Bildung für alle Kinder sicherzustellen.“

Lechner: Verlässliche Schulen statt Reformchaos – Niedersachsen braucht einen echten Neustart in der Bildung

Hannover. „Bildung ist eines der zentralen Themen für die Zukunft unseres Landes – nicht als Schlagwort, sondern als Versprechen an die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte in Niedersachsen. Dieses Versprechen wollen wir einlösen“, erklärt der CDU-Landesvorsitzende Sebastian Lechner im Anschluss an eine Veranstaltung der Reihe Niedersachsenplan, die in dieser Woche stattgefunden hat. Im Rahmen […]

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Mohrmann: Parteitagsbeschluss der niedersächsischen Linken gegen Israel ist ein politischer Tabubruch

Hannover „Der Beschluss des Landesparteitags der niedersächsischen Linken ist ein politischer Tabubruch“, erklärt der Generalsekretär der CDU in Niedersachsen, Marco Mohrmann. „Den Antrag, den die Delegierten der Partei “Die Linke” beschlossen haben, richtet sich in dieser Form klar gegen den Staat Israel. Das ist trotz verklausulierter Erklärung keine legitime Kritik an einzelnen Entscheidungen einer Regierung, […]

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Thiele: Kommunen endlich stärken durch mehr Vertrauen, Zutrauen, stärkere Finanzen und Digitalisierung

Leer. „Land und Bund haben in den vergangenen Jahren die kommunale Selbstverwaltung immer stärker eingeengt. Insbesondere die immer dichtere Überregulierung und Überbürokratisierung führt zu immer höheren Belastungen bei immer weniger eigenen politischen und finanziellen Spielräumen. Die Forderungen der Niedersächsischen Landkreise an die rot-grüne Landesregierung, endlich die Finanzen der Kommunen zu stärken, ernsthaft Bürokratie abzubauen und endlich eine ernsthafte Digitalisierung der Verwaltung und ihrer Dienstleistungen umzusetzen, unterstütze ich vollumfänglich. Das Land muss endlich wieder Anwalt seiner Kommunen sein und sie nicht immer mehr belasten und allzu oft allein lassen.

Der Finanzausgleich muss dringend erhöht werden. Zusätzliche Aufgaben müssen auch vollumfänglich finanziert werden. Der ausgeuferte Förderunsinn muss beendet und das Geld direkt den Kommunen gegeben werden. Wir brauchen einen sofortigen Stopp für zusätzliche Bürokratie, eine umfassende Aufgabenkritik und eine durchgreifende und vereinfachende Reform der Verwaltung.

Die Landkreise haben den Finger zu Recht in eine immer tiefere Wunde der Vernachlässigung und Überlastung unserer Kommunen durch das Land gelegt. Wir brauchen eine echte Wende und einen Neuanfang in der Kommunalpolitik des Landes und endlich mehr Vertrauen und Zutrauen und weniger Regulierung und Kontrolle. Warme Worte der Landesregierung helfen nicht. Es braucht endlich Taten. Eine bessere Politik für unsere Kommunen ist machbar.“

Tischlerei Woodstock würde gerne ausbilden:

Thiele: Rot-Grüne Schulpolitik verschärft die Probleme statt sie anzugehen

Ostrhauderfehn. Haben kleine und mittelständische Unternehmen eine Zukunftsperspektive? „Grundsätzlich ja“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele bei einem Besuch der Tischlerei WoodStock – Die Fehn-Tischlerei GmbH. Wenn die rot-grüne Landesregierung endlich ihre Hausaufgaben macht. Denn gerade bei der Bildungspolitik verschärfen sich die Probleme. So fehlt es Schülerinnen und Schülern immer mehr an der Ausbildungsreife fehle. Auch die bürokratischen Hürden nehmen nach Worten des Inhabers eher zu als ab. 

Der Geschäftsführer und Chef Sven Hündling ist gerne Tischler. Mit drei weiteren Mitarbeitenden produziert er maßgefertigte Möbel und Innenausbauten, fertigt Treppen sowie Fenster und Türen nach Maß. Auch die Kombination von traditionellen und modernen Materialien wie Holz, Stahl und Glas, beispielsweise für Carports, Terrassen und Überdachungen stehen bei ihm und seinen Kunden hoch im Kurs. Doch dafür sind in dem anerkannten Ausbildungsbetrieb vielfältige handwerkliche Fähigkeiten erforderlich. „Die kann man erlernen und ich gebe dieses Wissen gerne weiter“, sagt Hündling. Doch es mangelt quantitativ und leider vor allem qualitativ an Bewerbern. Daher bildet er zurzeit nicht mehr aus, wohlwissend, dass sich dadurch der Fachkräftemangel verschärft. Und er hat leider Recht. Die Bertelsmann-Stiftung stellte im Januar 2025 eine Studie vor, in der 80 Prozent der Fachkräfte beklagen, dass die Ausbildungsreife weiter nachlasse. Jahr für Jahr steige die Zahl junger Menschen ohne Berufsabschluss. Besonders betroffen sind demnach Menschen, die keinen oder einen niedrigen Schulabschluss haben. „Hier müssen wir doch mit einer zukunftsgerichteten Schulpolitik ansetzen. Die grüne Kultusministerin muss endlich aufwachen. Nicht die vielen Unterrichtsausfälle, sondern eine bessere Unterrichtsversorgung muss doch die Lösung sein“, sagt Thiele. In einem rohstoffarmen Land müsse doch die Bildung höchste Priorität haben. Doch stattdessen nehme Rot-Grün hin, dass es immer mehr Schülerinnen und Schülern an schulischen Basiskenntnissen wie beispielsweise Mathe und Rechtschreibung fehle. Verbesserungswürdig sei zudem die Vorbereitung auf Berufe, beispielsweise durch stärkere Verknüpfung von Theorie und Praxis. „Derzeit verwandeln sich viele Berufe aufgrund der Künstlichen Intelligenz in turbulenter Geschwindigkeit. Das kann gerade in handwerklichen Berufen auch als Chance gesehen werden. Denn viele dieser Berufe können nicht durch KI ersetzt werden“, sagte Thiele. Auch bei der Wahl zwischen Studium und einer Ausbildung lohne sich durchaus der Blick in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Einerseits seien die aufgrund ihrer Flexibilität viel krisenresistenter und zum anderen gebe es viele Betriebsinhaber, die in den kommenden Jahren eine Nachfolgeregelung anstreben würden. „Viele Unternehmen können echte Erfolgsstorys erzählen und hoffen auf junge Menschen, die mit frischen Ideen an diesen Erfolgen anknüpfen möchten“, so Thiele abschließend.  

Sprachen über die Schul- und Ausbildungssituation beim Fachbetrieb WoodStock: (von links) Sven Hündling (Geschäftsführer Tischlerei WoodStock), der Landtagsabgeordnete Ulf Thiele, Doris Bonn, Burchard Esters, Günther Lüken und Norbert Pieper (alle drei von der CDU Ostfrhauderfehn)

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