Zusage von Fördermittel für die Emder Innenstadt sowie Borssum und Port Arthur/Transvaal ein guter Tag für die Region
Emden/Hannover.
Das Land hat heute das Städtebauförderungsprogramm 2026 bekanntgegeben. Gemeinsam mit dem Bund fördert Niedersachsen jeweils zur Hälfte die nachhaltige Entwicklung und Erneuerung von Städten und Gemeinden mit insgesamt rund 185 Millionen Euro. „Mit den Förderungen können gestartete Projekte fortgesetzt werden. Das ist begrüßenswert und daher ein guter Tag für Emden und die Region“, freut sich der Landtagsabgeordnete Ulf Thiele (CDU).
Wie Thiele mitteilte, profitieren im Jahr 2026 in Emden die Innenstadt sowie Borssum und Port Arthur/Transvaal von Geldern aus dem Städtebauprogramm. „Die Fördermittel helfen der Stadt Emden dabei, städtebauliche Projekte fortzuführen, die sie ohne diese Förderung nicht stemmen könnte. Die Menschen profitieren von den Maßnahmen durch die Steigerung der Lebens- und Aufenthaltsqualität – für die beteiligten Unternehmen bedeutet Planungssicherheit“, so Thiele zu der Förderung.
Im Rahmen des Programmes „Lebendige Zentren“ profitiert die Innenstadt von Emden von Mitteln in Höhe von 1.500.000 Euro. Die Innenstadt von Emden konnte dadurch bisher schon enorm aufgewertet werden. Ziel sei auch die Aufwertung der Straßenräume unter Einbeziehung aller Nutzergruppen, insbesondere auch der Fußgänger und Fahrradfahrer.
Über Förderungen in Höhe von 1,1 Millionen Euro und 400.000 Euro im Rahmen des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ können sich Emden Borssum und Port Arthur/ Transvaal freuen. Ziel sei es auch hier, die Wohn- und Lebensqualität zu erhöhen, das Miteinander im Quartier zu stärken und die Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen zu fördern.
Aurich/Uplengen. Ein historischer Tag für die Oberschule (OBS) Uplengen und den gesamten Kulturraum Ostfriesland: Am heutigen Donnerstag hat der Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium, Stephan Ertner, im Rahmen einer feierlichen Auszeichnungsveranstaltung in der Ostfriesischen Landschaft in Aurich der OBS Uplengen per Erlass die offizielle Genehmigung überreicht. Ab dem kommenden Schuljahr 2026/27 darf die Schule ab der 6. Klasse Plattdeutsch (Niederdeutsch) als reguläre zweite Wahlpflichtfremdsprache unterrichten. Damit wird das Plattdeutsche erstmals in Niedersachsen zu einem ordentlichen, prüfungsfähigen Unterrichtsfach, mit dem sogar ein Schulabschluss absolviert werden kann.
Normalerweise wäre dieser Schritt erst in einigen Jahren möglich gewesen, da die entsprechenden Absolventinnen und Absolventen der Universität Oldenburg noch in der Ausbildung sind. Die OBS Uplengen erfüllt die strengen Voraussetzungen jedoch schon heute: Sie verfügt bereits über Lehrkräfte, die als „Native Speaker“ (Muttersprachler) gelten und sich erfolgreich auf dem anspruchsvollen C1-Niveau haben zertifizieren lassen. Das Regionale Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) Osnabrück hat die personelle Absicherung des Angebots offiziell bestätigt. Die Genehmigung gilt ab dem 01.08.2026 für die kommenden Sechstklässler des Realschulzweigs.
Besonders groß ist die Freude bei Ulf Thiele, Mitglied des Niedersächsischen Landtages, der das Verfahren in den vergangenen Monaten intensiv und mit hohem persönlichem Einsatz begleitet hat: „Das ist ein riesiger Erfolg für die Oberschule Uplengen und ein wunderbarer Tag für unsere Region! Ich habe den Antrag der Schule in den letzten Monaten mit viel Herzblut und intensiver politischer Arbeit begleitet. Dass wir diese Genehmigung jetzt schon – Jahre vor dem eigentlichen Zeitplan – in den Händen halten, macht mich stolz. Mein Dank gilt dem Schulleiter der OBS Uplengen, Claas Krieger und seinen engagierten Lehrkräften, die sich extra auf C1-Niveau zertifiziert haben. Wir zeigen damit: Unsere Heimatsprache ist lebendig, modern und jetzt auch hochoffiziell absolut gleichberechtigt mit anderen Fremdsprachen!“, so Ulf Thiele.
Neben der historischen Genehmigung für die OBS Uplengen wurden bei der feierlichen Veranstaltung sieben weitere Schulen aus Niedersachsen für ihren Einsatz um die Regional- und Minderheitensprachen gewürdigt.
Die Auszeichnungen im Überblick:
Zertifizierung als Saterfriesische Schule: Katholische Grundschule Ramsloh
Zertifizierung als Plattdeutsche Schule: Grundschule Völlnerfehn, Christian-Gymnasium Hermannsburg, IGS Buxtehude
Rezertifizierung als Plattdeutsche Schule: Katholische Grundschule – St. Heinrich-Schule Ellenstedt, Hermann-Tempel-Schule IGS Ihlow, BBS Gesundheit und Soziales Landkreis Grafschaft Bentheim, Oberschule Edewecht
Mit der heutigen Verleihung wird ein starkes Zeichen für den Erhalt und die Förderung der plattdeutschen und saterfriesischen Sprache im Bildungssystem gesetzt. Die OBS Uplengen nimmt dabei ab sofort eine absolute Vorreiterrolle in ganz Niedersachsen ein.
Die Friesenschule in Leer gehört zu den bundesweit rund 4.000 Schulen – 390 davon in Niedersachsen – die über einen Zeitraum von zehn Jahren im Rahmen des sogenannten Startchancenprogramms gefördert werden. Mit insgesamt bundesweit rund 20 Milliarden Euro wollen Bund und Länder seit dem Schuljahr 2024/25 gezielt Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Kinder stärken und damit mehr Chancengerechtigkeit schaffen. Im Mittelpunkt stehen die Förderung grundlegender Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen sowie die Verbesserung der schulischen Infrastruktur. Der Landtagsabgeordnete Ulf Thiele (CDU) informierte sich vor Ort in der Friesenschule über die Situation der Schule und die geplanten Maßnahmen.
„Dass die Friesenschule und auch der Gutenbergschule 2024 in das Startchancenprogramm aufgenommen wurden, gibt die Möglichkeit, diese – aus Sicht das Landes – Brennpunktschulen mit einem veränderten Konzept besser auf die besonderen Herausforderungen der Schülerschaft auszurichten“, befindet Thiele. Allerdings sei der bürokratische Aufwand enorm, wie Schulleiter Thomas von Garrel im Gespräch mit dem Abgeordneten erläuterte. Jede einzelne Fördermaßnahme müsse vor Mittelabruf nochmals gesondert begründet werden. Dies binde sowohl in den Bewilligungsbehörden als auch an den Schulen erhebliche personelle Ressourcen, die eigentlich für Unterricht und Förderung der Schülerinnen und Schüler benötigt würden.
An der Friesenschule sollen insbesondere im sogenannten A-Trakt auf zwei Etagen sechs zusätzliche Gruppenräume an bestehende Klassenräume angebaut werden. Dadurch soll die Arbeit in kleineren Lerngruppen erleichtert und herausfordernde Situationen im Schulalltag besser entzerrt werden. Das veränderte und aus dem Programm geförderte pädagogische Konzept macht diesen Anbau erforderlich. „Das ist die Grundlage für die veränderte Pädagogik. Ohne diese Gruppenräume können wir das Konzept nicht umsetzen“, so von Garrel.
Die besonderen Herausforderungen an der Friesenschule wurden bei dem Besuch sehr deutlich. Rund 400 Schülerinnen und Schüler besuchen die Realschule. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund liegt nach Angaben der Schulleitung zwischen 75 und 80 Prozent. Viele Familien stammen aus arabisch geprägten Regionen sowie aus osteuropäischen Ländern wie der Ukraine oder Russland. „Das funktioniert insgesamt wirklich gut, weil wir ein sehr engagiertes Kollegium haben und das Miteinander von Respekt und Toleranz geprägt ist“, betonte Lehrerin Jessia Okken, die an der Friesenschule das Startchancenprogramm betreut.
Bei einem Rundgang über das Schulgelände wurde zugleich der erhebliche bauliche Sanierungsbedarf sichtbar. Das Schulgebäude stammt aus dem Jahr 1964 und wurde lediglich zwei Jahre später um den F-Trakt erweitert. Seitdem seien nur wenige größere Modernisierungen erfolgt. Insbesondere die Fassade weist inzwischen deutliche Schäden auf.
„Klug getätigte Investitionen in unsere Schulen sind Investitionen in die Zukunft der nächsten Generation und damit unseres Landes. In einem rohstoffarmen Land wie Deutschland ist gute Bildung die wichtigste Voraussetzung, um Wohlstand und Wachstum langfristig zu sichern“, erklärte Thiele. Deshalb sei es dringend erforderlich, die baulichen Voraussetzungen für das Startchancen-Konzept der Friesenschule schnell zu schaffen, damit auch die pädagogischen Maßnahmen ihre volle Wirkung entfalten könnten. Dabei sei der Landkreis Leer als Schulträger in besonderer Weise gefordert. In dem Zuge sei auch eine Sanierung der Außenfassade des A-Traktes zwingend notwendig, erklärte Thiele nach dem Besuch an der Schule. Dort splittere das Holz an zahlreichen Fenstern bereits großflächig ab. „Der Landkreis Leer ist als Schulträger gut beraten, neben dem zeitnahen Anbau auch die Fassadensanierung anzugehen. Das verbessert nicht nur die Lernbedingungen, sondern hilft zugleich beim Energiesparen“, so Thiele.
Zugleich kritisierte er die Unterrichtsversorgung in Niedersachsen unter der rot-grünen Landesregierung als alarmierend. Angesichts des Lehrermangels und eines sinkenden Unterrichtsniveaus brauche es eine Kraftanstrengung für mehr Lehrpersonal. Darüber hinaus müssten Lehrkräfte durch mehr Schulsozialarbeit, Verwaltungsassistenz sowie professionellen IT-Support spürbar entlastet werden, so Thiele abschließend.
Uplengen. Der Fachkräftemangel, die Chancen und Herausforderungen der Inklusion und die Stärkung der Sprachförderung standen im Mittelpunkt eines Besuches des CDU-Landtagsabgeordneten Ulf Thiele bei der Kindertagesstätte St. Martin in Uplengen.
„Die Kindergärten und auch die Kinderkrippen sind ein wichtiger Ort der frühkindlichen Bildung. Bereits hier werden durch positive und spielerische Lernerfahrungen die Weichen für die künftigen Schülerinnen und Schüler gestellt. Insbesondere die Sprache ist eine wichtige Basis für die schulische, berufliche und gesellschaftliche Teilhabe“ betonte Thiele im Gespräch mit der Kita-Leiterin Meike Salge.
Die Kita St. Martin wird vom evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverband Emden–Leer–Rhauderfehn getragen. Sie wurde 1975 eröffnet und 2011 durch einen Neubau modernisiert. Am Gründungsort im Westring in Remels besuchte Ulf Thiele 1976 selbst den damaligen Kindergarten St. Martin mit damals noch überschaubarer Kinder- und Mitarbeiterzahl. Heute gehören 23 pädagogische Fachkräfte sowie sieben hauswirtschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Team, dass Kinder in zwei Regelgruppen, zwei Integrationsgruppen, einer Ganztagsgruppe und einer Krippengruppe betreut und fördert. „Im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit steht das Konzept der Lernwerkstätten, das auf selbstbestimmtes Lernen und das Prinzip Lernen durch eigenes Tun setzt“, erläutert Meike Salge im Gespräch mit Thiele. Fünf wechselnde Lernwerkstätten pro Woche fördern nach ihren Worten gezielt die Selbstständigkeit, Neugier und Eigeninitiative der Kinder. Als zertifiziertes „Haus der kleinen Forscher“ legt die Kita St. Martin zudem besonderen Wert auf naturwissenschaftliches Entdecken. Als Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft gehören natürlich auch niedrigschwellige religionspädagogische Elemente zum Konzept, wie Thiele erfuhr.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Inklusion, die fest im Alltag der Einrichtung verankert ist. Sprachförderung und individuelle Entwicklungsbegleitung spielen ebenfalls eine zentrale Rolle. Besondere Angebote wie Vorschularbeit, Waldtage, Ausflüge sowie jahreszeitliche Feste unter Einbeziehung der Eltern stärken die Gemeinschaft. Für Kinder in den Integrationsgruppen gehören zudem Aktivitäten wie Schwimmen und Reiten zum Angebot.
Der Fachkräftemangel in Kindertagesstätten war ein zentraler Punkt im Gespräch zwischen Ulf Thiele und Meike Salge. Aktuelle Studien bestätigen die angespannte Lage, die sich auch in der Praxis zeigt. „Wir als CDU-Landtagsfraktion fordern seit langem, eine dualisierte Ausbildung im Erzieherberuf, nicht nur in der Teilzeitaudbildung, wie von Rot-Grün umgesetzt, sondern für alle Auszubildenden. Damit würde einerseits mehr Praxis sichergestellt. Anderseits würde die Ausbildung durch die Bezahlung attraktiver. Und die Auszubildenden stünden den Kindertagesstätten als dritte Kraft in den Gruppen frühzeitig zur Verfügung“, so Thiele. Dieser Weg ermögliche mittelfristig, die dritte Fachkraft in den Kitas zu etablieren und stelle die Qualität der frühkindlichen Bildung langfristig sicher.
Niedersachsen braucht einen echten Neustart in Pflege, Gesundheit und Wohnen Hildesheim / Hannover. „Die soziale Infrastruktur ist das Rückgrat unserer Gesellschaft – sie darf nicht durch starre Regeln und überbordende Bürokratie gelähmt werden. Wir wollen die Versorgungssicherheit in Niedersachsen durch passgenaue, regionale Lösungen für die Menschen im Land garantieren“, erklärt der CDU-Landesvorsitzende Sebastian Lechner beim Abschluss […]