Affäre um Vergabeverfahren zur Nachnutzung des Klinikstandorts Lehrte 

Politische Verantwortung heißt: Erst das Land, dann die Partei Nach der Kommunalwahl wurde in der vergangenen Plenarwoche die Immunität des SPD-Abgeordneten Stefan Politze aufgehoben. Dessen anschließender Rücktritt als Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion beendet die Affäre um die Nachnutzung des Klinikstandorts Lehrte nicht. Vielmehr ist der Rücktritt der vorläufige Höhepunkt einer Affäre, die weit über eine Person […]

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CDU Niedersachsen verstärkt Team für Landtagswahl: Manuel Kerber wird Wahlkampfleiter

Die CDU in Niedersachsen geht mit einer strategischen personellen Verstärkung in die Vorbereitung auf die Landtagswahl. Der ausgewiesene Kommunikationsexperte Manuel Kerber übernimmt mit sofortiger Wirkung die operative Leitung der Kampagne für die bevorstehende Landtagswahl. Mit Manuel Kerber gewinnt der Landesverband einen erfahrenen Wahlkampfmanager, der erst kürzlich die CDU in Rheinland-Pfalz als Wahlkampfleiter zum Erfolg geführt […]

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Statement zu den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin

Statement des CDU-Landesvorsitzenden Sebastian Lechner MdL zu den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin: „Der gestrige Wahlsonntag war für uns als CDU ein bitterer Abend. Zum ersten Mal in unserer Geschichte sind wir bei einer Wahl an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Das ist eine Zäsur. Das tut weh, und wir nehmen dieses Ergebnis sehr ernst. Viele Menschen […]

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Thiele: Folgen der Transformation für die Landwirtschaft stärker in den Blick nehmen

„Klimafolgenanpassung, Energiewende und wirtschaftliche Entwicklung müssen mit den Betrieben gestaltet werden und nicht gegen sie.“

Ostfriesland. Energie-Infrastruktur, Moor- und Bodenschutz, „Masterplan Ems“, Hochwasser- und Küstenschutz sowie die weitere wirtschaftliche Entwicklung Ostfrieslands: Bei einem Gespräch des Landtagsabgeordneten Ulf Thiele (CDU) mit dem Kreisvorsitzenden des Landwirtschaftlichen Hauptvereins Leer, Klaus Borde, seinem Stellvertreter Bernhard Bekebrok und LHV-Geschäftsführer Rudolf Bleeker wurde deutlich, wie eng die großen Zukunftsfragen der Region mit der Landwirtschaft verbunden sind. Dabei machte Thiele deutlich: Klimafolgenanpassung, Energiewende und wirtschaftliche Entwicklung müssen mit den Betrieben gestaltet werden und nicht gegen sie.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und die damit einhergehende hohe Verfügbarkeit von Energie in der Region böten große Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung Ostfriesland. Dies dürfen aber nicht dazu führen, dass landwirtschaftliche Betriebe am Ende vor allem die dafür benötigten Flächen bereitstellten. „Landwirtschaftliche Flächen sind nicht beliebig verfügbar. Sie sind Produktionsgrundlage, Eigentum und für viele Familien seit Generationen die wirtschaftliche Existenzgrundlage. Deshalb müssen wir bei allen großen Vorhaben die Gesamtbelastung der Landwirtschaft im Blick haben“, so Thiele. Die Landwirtschaft müsse von der Entwicklung profitieren können. „Dafür müssen die Vertreter der Landwirtschaft aber strategisch eingebunden werden. Sie gehören mit an den Tisch, wenn über ihre Nutzflächen diskutiert wird“, forderte Thiele.

Ostfriesland habe mit den Offshore-Windparks in der Nordsee, der Windenergie an Land, den Häfen und den vorhandenen Energie- und Datennetzen hervorragende Voraussetzungen, um eine wichtige Rolle beim Umbau der Energieversorgung zu übernehmen. „Wenn wir die Weichen jetzt richtig stellen, kann die gesamte Region von der vielpropagierten Energiewende profitieren“, so Thiele. Gleichzeitig werden für Leitungen, Elektrolyseure, Umspannwerke, Speicher und weitere Infrastruktur Flächen benötigt. Daher sei es wichtig, neue Trassen möglichst zu bündeln, vorhandene Infrastruktur zu nutzen und Grundstückseigentümer sowie Bewirtschafter frühzeitig in die Planungen einzubeziehen.

„Wir wollen, dass Ostfriesland Gewinner der Energiewende wird. Dafür brauchen wir aber Akzeptanz vor Ort. Diese entsteht nur, wenn Betroffene früh beteiligt, Eingriffe möglichst gering gehalten und unvermeidbare Belastungen fair ausgeglichen werden“, machte Thiele deutlich.

Ein weiteres zentrales Thema des Gesprächs zwischen Thiele und den LHV-Vertretern war der Moor- und Bodenschutz. Die Reduzierung der CO₂-Emissionen aus Moorböden ist ein wichtiger Baustein des Klimaschutzes. Gerade für Ostfriesland und die Küstenregion ist damit jedoch eine grundlegende Frage verbunden: Wie kann Moorbodenschutz gelingen, ohne landwirtschaftliche Familienbetrieben, die auf diesen Flächen wirtschaften, in ihrer Existenz zu bedrohen? Eine großräumige Wiedervernässung landwirtschaftlicher Flächen darf nach Thieles Auffassung nicht die Antwort sein. Es müsse der Grundsatz gelten: Moorbodenschutz gemeinsam mit den Eigentümern und Bewirtschaftern statt über ihre Köpfe hinweg. Freiwilligkeit, Eigentumsschutz, langfristig verlässliche Ausgleichsregelungen und wirtschaftlich tragfähige alternative Nutzungen müssten zentrale Voraussetzungen sein. Eine Überschlickung von bewirtschafteten Kohlenstoff-reichen Böden wäre eine sinnvolle Alternative, wie in dem Gespräch deutlich wurde. Der Moorkörper würde dauerhaft versiegelt und könne damit keine klimaschädlichen Gase mehr emittieren. Statt den Schlick aus der Ems zu verklappen, würde er zudem sicher gelagert. Und die landwirtschaftlichen Flächen würden zugleich ertragreicher. Eine solche Win-win-Situation sei eine sehr kluge und daher bedenkenswerte Alternative zu den Vernässungsplänen des Umweltministers, befand Thiele. Gleichzeitig sollten Forschung und Modellprojekte für moorschonende Bewirtschaftung weiterentwickelt werden. Neue Bewirtschaftungsformen seien aber nur dann eine echte Alternative, wenn für die erzeugten Produkte auch dauerhaft funktionierende Märkte und Wertschöpfungsketten entstehen.

Auch der „Masterplan Ems“ wurde thematisiert. Leistungsfähige und gut erreichbare Häfen und eine gesunde Ems seien für die Region von großer Bedeutung, so Thiele. In dem Gespräch wurde jedoch auch deutlich, dass bei den weiteren Planungen mögliche Auswirkungen auf die Hochwasserschutz- und Entwässerungssysteme sorgfältig untersucht und beachtet werden müssen. Gerade in den Marschgebieten sei eine funktionierende Entwässerung über Gräben, Siele und Schöpfwerke eine wesentliche Voraussetzung für die landwirtschaftliche Nutzung und für den Hochwasserschutz insgesamt. Die wirtschaftliche Entwicklung, der Schutz der Ems und der Schutz landwirtschaftlicher Produktionsbedingungen dürften deshalb nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Mit Blick auf den von der CDU Ostfriesland vorgeschlagenen Ostfrieslandplan 2.0 warben die LHV-Vertreter dafür, die Landwirtschaft stärker als Wirtschaftsfaktor der Region zu betrachten. Ostfriesland brauche eine Strategie, die Häfen, Energie, Industrie, Handwerk, Tourismus und Landwirtschaft miteinander verbindet. Dazu gehören neben der landwirtschaftlichen Urproduktion auch regionale Verarbeitung und Vermarktung, erneuerbare Energien, Direktvermarktung sowie neue Wertschöpfungsmöglichkeiten im ländlichen Raum.

„Unsere landwirtschaftlichen Betriebe sind wichtige Produzenten unserer Nahrungsmittel, zugleich sind sie Arbeitgeber, Investoren und ein wichtiger Bestandteil der regionalen Wertschöpfung. Schon der erste Ostfrieslandplan hat wichtige Ansätze für Innovationen in unserer Landwirtschaft aufgezeigt. Genau hier soll der Ostfrieslandplan 2.0 ansetzen auch für die Landwirtschaft Wege aufzeigen, sich positiv weiterzuentwickeln“, so Thiele weiter.

Ein weiterer Schwerpunkt war die zunehmende Konkurrenz um Flächen. Hafen- und Industrieentwicklung, Polder, Gewerbegebiete, Strom- und Wasserstoffleitungen, Windenergie, Photovoltaik, Kompensationsmaßnahmen und Moorbodenschutz können jeweils zusätzliche Flächenansprüche auslösen. Für einen einzelnen landwirtschaftlichen Betrieb sei jedoch nicht entscheidend, aus welchem politischen oder wirtschaftlichen Grund eine Fläche verloren gehe. Entscheidend sei die Summe der Belastungen. Thiele sprach sich deshalb für ein stärker abgestimmtes regionales Flächenmanagement aus. Infrastrukturvorhaben sollten gebündelt, bereits versiegelte oder vorbelastete Flächen bevorzugt genutzt und Kompensationsmaßnahmen möglichst so gestaltet werden, dass zusätzliche Verluste hochwertiger landwirtschaftlicher Flächen vermieden werden.

Die zentrale Botschaft des Austausches war, dass die Landwirtschaft bei den großen Veränderungen der kommenden Jahre nicht lediglich Betroffene sein darf. „Wir brauchen Klimaschutz und Klimafolgen-Anpassung, eine leistungsfähige Energie-Infrastruktur, starke Häfen und eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Aber der ländliche Raum darf dabei nicht zum Flächenreservoir für immer neue naturschutzfachliche Anforderungen werden. Wer die Landwirtschaft als Partner gewinnen will, muss Eigentum respektieren, wirtschaftliche Perspektiven erhalten und die Betriebe frühzeitig beteiligen. Das wird gerade bei rot-grün in Niedersachsen leider nicht immer bei der politischen Entscheidungsfindung bedacht“, so Thiele. Deshalb setze die CDU auf einen Ansatz, der Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung mit einer starken heimischen Landwirtschaft verbindet. „Transformation kann nur gemeinsam gelingen – mit den Menschen, die in der Region leben, wirtschaften und Verantwortung für ihre Flächen tragen“, so Thiele abschließend.

Thiele: Landkreis braucht Radwegeprogramm

CDU fordert Radweg bei Neubau der Brücke in St. Georgiwold

Weener/St. Georgiwold. Die notwendige Erneuerung der Brücke an der K 35 in St. Georgiwold muss genutzt werden, um auch die Voraussetzungen für den seit vielen Jahren geforderten Radweg entlang der Kreisstraße zu schaffen. Das forderten Vertreter der CDU Weener gemeinsam mit dem CDU-Landtags- und Kreistagsabgeordneten Ulf Thiele bei einem Ortstermin an der sanierungsbedürftigen Brücke.

Hintergrund ist die anstehende vollständige Erneuerung der Brücke an der K 35. Gleichzeitig fehlt in diesem Bereich weiterhin eine Radwegeverbindung, die vor Ort bereits seit vielen Jahren gefordert wird. Für die CDU steht deshalb fest: Wenn die Brücke ohnehin neu gebaut werden muss, darf die Radwegeführung bei der Planung nicht ausgeklammert werden. An dem Termin nahmen neben Thiele, Reinhard Schüür, Broer Wübbena-Mecima, Andreas Groen, die Vorsitzende der CDU Weener und Kreistagsabgeordnete Hildegard Hinderks sowie Gerd-Luiko Robbe teil.

„Der Neubau der Brücke ist unumgänglich. Da ist es doch folgerichtig, die Arbeiten des dringend benötigten Radweges mit in den Fokus zu nehmen. Deshalb muss beim Neubau der Brücke von Anfang an eine sichere Überquerungsmöglichkeit für den künftigen Radweg vorgesehen und baulich berücksichtigt werden“, fordert Hildegard Hinderks, Vorsitzende der CDU Weener, Kreistagsabgeordnete und Fraktionsgeschäftsführerin der CDU im Kreistag Leer.

Dabei geht es der CDU nicht allein um die Brücke. Der noch fehlende Abschnitt entlang der K 35 steht aus ihrer Sicht beispielhaft für mehrere Radwegeverbindungen im Landkreis Leer, die teilweise bereits seit langer Zeit gefordert werden, Leider mangelte es bisher an der Umsetzung.

Thiele fordert deshalb für die kommende Wahlperiode einen systematischeren Ansatz: „Wir brauchen im Landkreis Leer ein echtes Radwegebauprogramm. Wir müssen die vielen Lücken im Radwegenetz des Landkreises Schritt für Schritt schließen, insbesondere um die Verkehrssicherheit der Radfahrer zu erhöhen, und dafür bereits in der nächsten Wahlperiode verbindlich Planungs- und Finanzmittel bereitstellen.“

Gerade im ländlichen Raum seien sichere Radwege keine Komfortfrage, betont Thiele. Sie seien für Schülerinnen und Schüler, Berufspendler, ältere Menschen und den Alltagsverkehr ebenso wichtig wie für den Fahrradtourismus. Voraussetzung für Fortschritte sei allerdings, dass Projekte nicht erst dann planerisch angegangen würden, wenn kurzfristig Fördermittel zur Verfügung stünden.

„Wir müssen planungsreife Projekte in der Schublade haben, wenn sich Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen. Deshalb gehören Planung und Finanzierung des Radwegebaus dauerhaft in die Investitionsplanung des Landkreises“, so Thiele.

Für St. Georgiwold sei der nächste Schritt besonders naheliegend: Die jetzt notwendige Brückenerneuerung müsse so geplant werden, dass sie einem späteren durchgängigen Radweg nicht im Wege stehe, sondern ihn ermögliche, appellieren die Christdemokraten an den Landkreis Leer. Die CDU Weener will sich deshalb dafür einsetzen, dass die Radwegequerung bereits in die Planung des Ersatzneubaus aufgenommen wird.

Fordern, die notwendige Erneuerung der Brücke an der K 35 in St. Georgiwold mit der Planung für den künftigen Radweg zu verbinden (von links): Ulf Thiele MdL, Reinhard Schüür, Broer Wübbena-Mecima, Andreas Groen, Hildegard Hinderks und Gerd-Luiko Robbe. Foto: Wahlkreisbüro Ulf Thiele

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Ulf Thiele
Ledastr. 11
26789 Leer
 
Telefon: 0491 – 91 96 12 9
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