Thiele: Diakonie schafft mit Tagesstätte für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen wichtiges Teilhabeangebot.

Remels. „Die Diakonie Hesel-Jümme-Uplengen hat mit dieser Tagesstätte für Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen in Remels ein wichtiges neues Teilhabeangebot geschaffen. Die Betroffenen erhalten Unterstützung vor Ort“, lobte der Landtagsabgeordnete Ulf Thiele (CDU) das neue Angebot in der früheren Druckerei Meeuw.

Er er sei zugleich froh, dass dieses markante Gebäude im Ortskern am Alten Postweg von Remels nun eine so postive Nachfolgenutzung erfahre. Denn die bewegende Geschichte der einstigen Druckerei von Familie Meeuw werde nun auf eine besondere Weise fortgeschrieben. „Wo einst Druckmaschinen rotierten und früher Schreibwaren und auch Süßigkeiten verkauft wurden, gibt es nun Unterstützung und Teilhabe für Menschen“, lobte Thiele.

Das Gebäude befindet sich seit 2025 im Besitz der Diakonie. Es wurde umfassend saniert und modernisiert. So gibt es nun in den neugestalteten Räumen ein teilstationäres Angebot für rund 20 Menschen gleichzeitig, wie Ulf Thiele bei seinem Ortstermin von Diakonie-Geschäftsführer Marcus Schumacher und den beiden Ergotherapeutinnen Hilke Thiede und Marieke Bernard erfuhr. Die Tagesstätte wird nach ihren Angaben an fünf Tagen pro Woche geöffnet sein und richtet sich an Erwachsene mit Erkrankungen wie Depressionen, Psychosen oder Persönlichkeitsstörungen.

„Das ist keine Randerscheinung und in allen sozialen Schichten relevant. Eine psychische Erkankung kann im Grunde genommen jeden erfassen, eben auch Menschen, die bisher mit beiden Füßen fest im Leben standen“, betont Thiele. Bundesweit erfüllt nach Angaben der  Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN) mehr als jeder vierte Erwachsene im Zeitraum eines Jahres die Kriterien einer psychischen Erkrankung. Zu den häufigsten Krankheitsbildern zählen Angststörungen, Depressionen und Störungen durch Alkohol- oder Medikamentengebrauch. Für die knapp 18 Millionen Betroffenen und ihre Angehörigen ist eine psychische Erkrankung mit viel Leid verbunden und führt oft zu schwerwiegenden Einschränkungen im sozialen und beruflichen Leben. „Dann sind wir als Gesellschaft gefordert, Hilfen für die Wiedereingliederung und Teilhabe zu schaffen“, findet Thiele.

Mit der neuen Einrichtung schaffe die Diakonie einen zentralen Anlaufpunkt für psychisch erkrankte Menschen im Raum Hesel, Jümme und Uplengen und darüberhinaus. Sie reagiere damit auf den steigenden Bedarf an psychiatrischer Versorgung in der Region. „Die Betreuung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team aus Fachkräften verschiedener Disziplinen, darunter Pädagogik, Pflege und Therapie. Einzel- und Gruppenangebote bieten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen geschützten Rahmen, in dem sie ihre Selbstständigkeit stärken und neue Perspektiven entwickeln können. Auch in Krisensituationen steht das Team unterstützend zur Seite“, so Marcus Schumacher von der Diakonie. Eine enge Zusammenarbeit mit ärztlichem und therapeutischem Fachpersonal sowie regionalen Partnern sei dabei fester Bestandteil des Konzepts. 

Die Diakonie leistet bereits seit vielen Jahren professionelle Hilfen in diesem Fachbereich. So gibt es bereits ambulante psychiatrische Pflege, etwa in Form von Hausbesuchen und alltagspraktischer Unterstützung. Die Tagesstätte ergänzt dieses Angebot gezielt. Grundlage der Arbeit ist das Bundesteilhabegesetz (BTHG). Ziel ist es, die psychische Gesundheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu stabilisieren, den Alltag zu strukturieren sowie soziale und berufliche Teilhabe zu fördern. Gleichzeitig soll die Einrichtung dabei unterstützen, stationäre Aufenthalte zu vermeiden und eine schrittweise Wiedereingliederung zu ermöglichen. „Remels bietet für uns viele Vernetzungsmöglichkeiten. Wir werden die zahlreichen Angebote dieses Sozialraums für die Teilnehmenden bestmöglich nutzen“, so Schumacher. Dem pflichtet Thiele bei: „Ambulant geht vor stationär. Diese Tagespflege wird einen Beitrag leisten, dass psychisch erkrankte Menschen nicht in die stationäre, also klinische Versorgung gehen müssen.“ Er unterstreicht damit die Bedeutung wohnortnaher Unterstützungsangebote. Solche Einrichtungen seien „wichtige Hilfen vor Ort“. Die neue Tagesstätte könne zudem dazu beitragen, die langen Wartezeiten in der psychiatrischen Versorgung – derzeit durchschnittlich über 50 Tage – zumindest etwas abzumildern. „In Akutfällen kann es schneller gehen“, so Thiele.

Mit Blick auf die Rolle der Diakonie als kirchliche Einrichtung ergänzt er abschließend: „Kirche ist mehr als Seelsorge und Glauben – in der Diakonie zeigt sich eine weitere, sehr wichtige menschliche Facette der kirchlichen Arbeit für Nächstenliebe und Fürsorge.“


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