Ostrhauderfehn. Haben kleine und mittelständische Unternehmen eine Zukunftsperspektive? „Grundsätzlich ja“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele bei einem Besuch der Tischlerei WoodStock – Die Fehn-Tischlerei GmbH. Wenn die rot-grüne Landesregierung endlich ihre Hausaufgaben macht. Denn gerade bei der Bildungspolitik verschärfen sich die Probleme. So fehlt es Schülerinnen und Schülern immer mehr an der Ausbildungsreife fehle. Auch die bürokratischen Hürden nehmen nach Worten des Inhabers eher zu als ab.
Der Geschäftsführer und Chef Sven Hündling ist gerne Tischler. Mit drei weiteren Mitarbeitenden produziert er maßgefertigte Möbel und Innenausbauten, fertigt Treppen sowie Fenster und Türen nach Maß. Auch die Kombination von traditionellen und modernen Materialien wie Holz, Stahl und Glas, beispielsweise für Carports, Terrassen und Überdachungen stehen bei ihm und seinen Kunden hoch im Kurs. Doch dafür sind in dem anerkannten Ausbildungsbetrieb vielfältige handwerkliche Fähigkeiten erforderlich. „Die kann man erlernen und ich gebe dieses Wissen gerne weiter“, sagt Hündling. Doch es mangelt quantitativ und leider vor allem qualitativ an Bewerbern. Daher bildet er zurzeit nicht mehr aus, wohlwissend, dass sich dadurch der Fachkräftemangel verschärft. Und er hat leider Recht. Die Bertelsmann-Stiftung stellte im Januar 2025 eine Studie vor, in der 80 Prozent der Fachkräfte beklagen, dass die Ausbildungsreife weiter nachlasse. Jahr für Jahr steige die Zahl junger Menschen ohne Berufsabschluss. Besonders betroffen sind demnach Menschen, die keinen oder einen niedrigen Schulabschluss haben. „Hier müssen wir doch mit einer zukunftsgerichteten Schulpolitik ansetzen. Die grüne Kultusministerin muss endlich aufwachen. Nicht die vielen Unterrichtsausfälle, sondern eine bessere Unterrichtsversorgung muss doch die Lösung sein“, sagt Thiele. In einem rohstoffarmen Land müsse doch die Bildung höchste Priorität haben. Doch stattdessen nehme Rot-Grün hin, dass es immer mehr Schülerinnen und Schülern an schulischen Basiskenntnissen wie beispielsweise Mathe und Rechtschreibung fehle. Verbesserungswürdig sei zudem die Vorbereitung auf Berufe, beispielsweise durch stärkere Verknüpfung von Theorie und Praxis. „Derzeit verwandeln sich viele Berufe aufgrund der Künstlichen Intelligenz in turbulenter Geschwindigkeit. Das kann gerade in handwerklichen Berufen auch als Chance gesehen werden. Denn viele dieser Berufe können nicht durch KI ersetzt werden“, sagte Thiele. Auch bei der Wahl zwischen Studium und einer Ausbildung lohne sich durchaus der Blick in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Einerseits seien die aufgrund ihrer Flexibilität viel krisenresistenter und zum anderen gebe es viele Betriebsinhaber, die in den kommenden Jahren eine Nachfolgeregelung anstreben würden. „Viele Unternehmen können echte Erfolgsstorys erzählen und hoffen auf junge Menschen, die mit frischen Ideen an diesen Erfolgen anknüpfen möchten“, so Thiele abschließend.

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