Eröffnung der Erweiterung an der Benzstraße – Thiele vermittelte 11,7 Millionen Euro Förderung Erschließung trotz herausfordernder Bodenverhältnisse –Wichtige Grundlage für weitere Gewerbeflächen

Leer. Grünes Licht für ein Sahnestück der Leeraner Wirtschaftsentwicklung: Nach langer Vorbereitung ist die rund 12,5 Hektar große Gewerbefläche an der A31 an der Benzstraße nun freigegeben. Die schwierigen Bodenverhältnisse auf dem Mooruntergrund machten die Erschließung aufwendig und teuer. Entscheidende Unterstützung kam vom Land Niedersachsen – besonders dank des Einsatzes des CDU-Landtagsabgeordneten Ulf Thiele, der sich intensiv für diese Fläche mit großem Potenzial im damals CDU-geführten Wirtschaftsministerium starkgemacht hatte.
„Eine wirtschaftlich starke Stadt braucht Platz für Unternehmen, die investieren, sich ansiedeln oder ihren bestehenden Betrieb erweitern wollen. Genau dieser Platz hat Leer über viele Jahre gefehlt. Deshalb ist es ein wichtiger Schritt für die wirtschaftliche Zukunft unserer Kreisstadt, dass die Stadt jetzt endlich wieder eigene Gewerbeflächen anbieten kann“, erklärte Thiele bei der Eröffnung.
Eine entscheidende Voraussetzung für die Realisierung sei die Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gewesen. Aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse wären die Erschließungskosten ohne öffentliche Unterstützung kaum zu wirtschaftlich vertretbaren Grundstückspreisen darstellbar gewesen. Im Jahr 2022 wurde schließlich eine Förderung von rund 11,7 Millionen Euro ermöglicht.
Bevor Thiele gemeinsam mit dem Bürgermeister Claus-Peter Horst und weiteren Ehrengästen die Schere zum Durchschneiden des roten Bandes in die Hand nahm, erinnerte er ausdrücklich an den damaligen niedersächsischen Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann und seinen damaligen Staatssekretär Dr. Berend Lindner.
„Bernd Althusmann hat die politische Unterstützung für das Vorhaben gegeben und damit eine entscheidende Voraussetzung für die Realisierung geschaffen. Und ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie intensiv Berend Lindner als Staatssekretär im Hintergrund daran mitgewirkt hat, die offenen Fragen zu klären und den Weg für einen erfolgreichen Förderantrag freizumachen. Dafür bin ich beiden bis heute sehr dankbar“, so Thiele.
Auch er selbst habe seinerzeit intensiv daran gearbeitet, Stadt und Wirtschaftsministerium zusammenzubringen: „Mir war wichtig, dass aus dem lange bestehenden Bedarf endlich ein realisierbares Projekt wird“, so Thiele. In Gesprächen mit der Stadt wurde damals betont, dass eine Erschließung so teuer geworden wäre, dass Quadratmeterpreise von rund 200 Euro kalkuliert werden müssten. Das sei nur in Metropolregionen realisierbar, nicht aber in kleinen Städten wie beispielsweise Leer. „Um das Vorhaben an dieser äußerst verkehrsgünstigen Lage dennoch zum Erfolg zu führen, habe ich damals an einigen Stellen die Fäden zusammengeführt, die Gespräche zwischen Stadt und Ministerium unterstützt und dafür geworben, gemeinsam eine tragfähige Lösung zu finden. Dass dies gelungen ist, zeigt, was möglich ist, wenn Kommune und Land gemeinsam an einem Strang ziehen“, machte Thiele deutlich.
Die GRW-Förderung bringe allerdings auch Einschränkungen bei der Vermarktung der Grundstücke mit sich. Förderrechtlich sollen die Flächen vorrangig GRW-förderfähigen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Dadurch könnten bestimmte überwiegend regional tätige Gewerke und Branchen auf den jetzt erschlossenen Flächen nicht oder nur eingeschränkt berücksichtigt werden.
„Das ist die Kehrseite der Förderung, die die Erschließung dieses schwierigen Geländes wirtschaftlich überhaupt erst möglich gemacht hat. Gerade deshalb müssen wir bei der weiteren Gewerbeflächenentwicklung auch diejenigen heimischen Unternehmen im Blick behalten, die aufgrund der Förderbedingungen hier nicht zum Zuge kommen können“, erklärte Thiele.
Umso wichtiger sei deshalb der Blick auf die bereits in Planung befindliche weitere Erweiterung des Gewerbegebietes im Rahmen des Bebauungsplans Nr. 236.
„Der heutige Tag ist für mich deshalb nicht der Schlusspunkt der Gewerbeflächenentwicklung an der Benzstraße. Mit der Erschließung des B-Plans 205 wird zugleich eine wichtige infrastrukturelle Grundlage für die weitere Entwicklung dieses Gewerbestandortes geschaffen. Jetzt kommt es darauf an, diesen Weg konsequent fortzusetzen“, betonte Thiele.
Für die weitere Erweiterung bestehe die Chance, Finanzierung und Vermarktung so zu gestalten, dass dort auch Betriebe eine Perspektive erhalten, die aufgrund der GRW-Vorgaben im jetzigen Erschließungsabschnitt nicht oder nur eingeschränkt berücksichtigt werden können.
„Gerade unsere heimischen Handwerks- und Gewerbebetriebe brauchen Erweiterungsmöglichkeiten. Wer seit vielen Jahren in Leer Arbeitsplätze schafft, junge Menschen ausbildet, investiert und Gewerbesteuer zahlt, muss auch die Chance bekommen, in Leer weiter zu wachsen. Deshalb sollten wir bei der nächsten Erweiterung von Beginn an darauf achten, möglichst große Handlungsspielräume für diese Betriebe zu erhalten“, so Thiele.
Der Abgeordnete sieht deshalb die Entwicklung des heutigen Gebietes und die weitere Planung im Zusammenhang: „Die Landesförderung hat nicht nur dazu beigetragen, dass wir heute diese neuen Gewerbeflächen eröffnen können. Mit der jetzt geschaffenen Erschließung entsteht zugleich eine wesentliche Grundlage für die weitere Entwicklung des Standortes. Diese Chance sollten wir nutzen.“
Für Leer sei eine kontinuierliche Gewerbeflächenentwicklung von strategischer Bedeutung. Als Kreisstadt und wirtschaftliches Zentrum der Region müsse Leer dauerhaft über ein ausreichendes und möglichst vielfältiges Angebot an Flächen verfügen.
„Wir wollen neue Unternehmen für Leer gewinnen. Aber genauso müssen wir den Unternehmen, die hier seit vielen Jahren erfolgreich sind, Raum für ihre weitere Entwicklung geben. Neue Ansiedlungen und Wachstum des heimischen Mittelstandes gehören zusammen.“
Thiele abschließend:
„Dass Leer endlich wieder eigene Gewerbeflächen anbieten und damit wirtschaftlich weiterwachsen kann, war mir von Anfang an ein großes Anliegen. Ich freue mich deshalb sehr über die heutige Eröffnung. Sie ist ein guter Tag für den Wirtschaftsstandort Leer – und zugleich der Auftrag, bei der weiteren Gewerbeflächenentwicklung jetzt konsequent den nächsten Schritt zu gehen.“







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