Schulterschluss für die Meyer Werft

Abgeordnete und Minister von Bündnis 90/Die Grünen, SPD und CDU tauschen sich mit IG Metall, Betriebsrat und Geschäftsführung aus 

  • IG Metall-Bezirksleiter Daniel Friedrich: „Es ist ein starkes Signal, dass sich in Niedersachsen alle hinter der Meyer Werft versammeln und gemeinsam für die Sicherung der Arbeitsplätze und des Standortes eintreten.“ 
  • Wirtschaftsminister Lies: „Wir kämpfen jetzt zusammen um einen Neustart für die Werft.“
  • Finanzminister Heere: „Wir brauchen dringend die Unterstützung des Bundes und eine zukunftsfähige Konzernstruktur. Das Land Niedersachsen allein wird die Probleme nicht lösen können, aber wir sind bereit, das Unsrige zu tun, um Beschäftigung und Wertschöpfung vor Ort zu erhalten.“
  • CDU-Fraktionsvize Thiele: „Die CDU-Landtagsfraktion gibt der Landesregierung und vor allem der Meyer Werft die feste Zusage, dass wir gemeinsam und im Schulterschluss an der Rettung der Werft arbeiten.“

Parteiübergreifender Schulterschluss für die Meyer Werft in Papenburg: Bei einem vertraulichen Austausch mit Vertretern von IG Metall, Betriebsrat und Geschäftsführung haben Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), Finanzminister Gerald Heere (Bündnis 90/Die Grünen) sowie zahlreiche Landtagsabgeordnete von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU ihre Unterstützung für das finanziell angeschlagene Unternehmen erklärt. Unter den 30 Teilnehmenden waren am Mittwochabend im Wirtschafsministerium in Hannover die Fraktionsvorsitzenden Anne Kura (Bündnis 90/Die Grünen) und Grant Hendrik Tonne (SPD) sowie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ulf Thiele (CDU). 

IG Metall-Bezirksleiter Daniel Friedrich zog im Anschluss an den Austausch mit den LandespolitikerInnen eine positive Bilanz: „Es ist ein starkes Signal, dass sich in Niedersachsen alle hinter der Meyer Werft versammeln und gemeinsam für die Sicherung der Arbeitsplätze und des Standortes eintreten. Neben der Politik sind in dieser schwierigen Situation auch Banken, Kunden und Gesellschafter gefordert, ihre Beiträge zu leisten.“ Andreas Hensen, Betriebsratsvorsitzender der Meyer Werft appellierte: „Es darf jetzt keinen monatelangen Verhandlungspoker geben. Die Beschäftigten erwarten möglichst schnell positive Entscheidungen für eine sichere Zukunft.“ Thomas Gelder, Geschäftsführer IG Metall Leer-Papenburg sagte: „Mit dem Know-how der Kolleginnen und Kollegen bildet die Meyer Werft den Kern des zivilen Schiffbaus in Deutschland, den es zu erhalten gilt.“

Wirtschaftsminister Lies zeigte sich zufrieden mit den Gesprächen der vergangenen Tage: „Diese Woche hat noch einmal die maximale Geschlossenheit gezeigt, mit der die Landespolitik an der Seite der Werft und der Beschäftigten steht. Das war ein Zeichen größter Solidarität. Wir kämpfen jetzt zusammen um einen Neustart für die Werft. Wir stehen vor so nie da gewesenen Herausforderungen und wollen konstruktiv und gemeinsam mit der Geschäftsführung der Meyer Werft, den Beschäftigten und auch dem Bund an diesem Neustart arbeiten und Lösungen finden.“

Finanzminister Heere erklärte: „Für eine echte Zukunftsperspektive der Meyer Werft brauchen wir dringend die Unterstützung des Bundes und eine zukunftsfähige Konzernstruktur. Das Land Niedersachsen allein wird die Probleme nicht lösen können, aber wir sind bereit, das Unsrige zu tun, um Beschäftigung und Wertschöpfung vor Ort zu erhalten.“

SPD-Fraktionsvorsitzender Tonne: „Im Bereich Schiffbau hat die Meyer Werft nicht nur eine große Bedeutung für Niedersachsen, sondern eine Strahlkraft für die ganze Bundesrepublik. Klar ist: Die Lage der Meyer Werft ist ernst, das ist aber nicht die Schuld der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die SPD-Fraktion steht hinter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Meyer Werft. Wir werden alles dafür tun, damit die Lage stabilisiert wird und um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen!“

Grünen-Fraktionsvorsitzende Kura: „Wir wollen die hochwertigen Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden und die Region sichern. Für mehr Landeshilfe muss eine langfristig wirtschaftlich tragfähige und ökologisch nachhaltige Perspektive für die Werft gefunden werden. Der Unternehmenssitz muss zurück nach Niedersachsen kommen. Wir brauchen einen Aufsichtsrat, in den sich die Arbeitnehmervertretung und das Land einbringen können. Und auch die Inhaber, mögliche private Investoren und der Bund müssen einen angemessenen Beitrag leisten.“ 

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, Thiele: „Die Lage der Meyer Werft ist ernst. Ohne zeitweise staatliche Unterstützung wird es nach unserer Einschätzung nicht möglich sein, diese Krise zu überstehen und der Werft eine dauerhafte und sichere Zukunft zu geben. Davon hängt die Zukunft des deutschen Schiffbaus ab. Davon hängt die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Emsregion ab. Und davon hängt die Existenz tausender Familien ab. Die CDU-Landtagsfraktion gibt der Landesregierung und vor allem der Meyer Werft mit ihren Mitarbeitern sowie den Mitarbeitern der Zulieferbetriebe daher die feste Zusage, dass wir gemeinsam und im Schulterschluss an der Rettung der Werft arbeiten. Wir ziehen an einem Strang!“

Sanierer Ralf Schmitz begrüßte die Unterstützung: „Wir sind dankbar für das konstruktive Miteinander und die damit verbundene Unterstützung, auch wenn wir wissen, dass noch ein Weg zu gehen ist, bis mittel- und langfristige Lösungen gefunden sind.“


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