„Kliniken im Landkreis Leer bereiten sich bestmöglich auf Corona vor“-Ulf Thiele informierte sich im Borromäus-Hospital und im Klinikum

„Niemand weiß, wie viele Patienten es tatsächlich werden, aber die Krankenhäuser im Landkreis Leer bereiten sich bestmöglich auf Corona vor.“ Diesen Eindruck hat der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele am Freitag bei Besuchen im Klinikum und im Borromäus-Hospital Leer gewonnen. „Die Pandemie stellt eine Ausnahmesituation für alle Menschen dar, der man nur mit Besonnenheit und Ruhe entgegentreten kann.“ Sowohl beim Landkreis als auch in den Krankenhäusern selbst wurden Krisenstäbe eingerichtet, die regelmäßig die neuesten Informationen auswerten und die Vorbereitungen für die Aufnahme und Versorgung von Erkrankten treffen.

So wurden in beiden Häusern nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt alle nicht zwingend notwendigen operativen Eingriffe, wie zum Beispiel Knie- und Hüftoperationen, erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben. Dadurch werden zusätzliche Ressourcen an Krankenbetten und Betreuungspersonal, aber auch an technischen Einrichtungen wie Beatmungsgeräten frei. In den ausführlichen Gesprächen mit dem Geschäftsführer des Klinikums Leer, Holger Glienke, und dem Ärztlichen Direktor Dr. Hans-Jürgen Wietoska sowie dem Geschäftsführer des Borromäus-Hospitals Leer, Dieter Brünink, habe er viele Aspekte der Vorbereitungen besprochen.

Ganz wichtig ist dabei die interne Kommunikation in den Häusern selbst. Ständig werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Über den jeweils aktuellen Stand informiert. Wichtig für sie ist aber auch, dass jetzt, da ab diesem Montag Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen geschlossen sind, eine entsprechende Betreuung der Kinder des Personals gewährleistet ist. Dass die Landkreise, Städte und Gemeinden angewiesen wurden, für Kinder in den KiTa und bis einschließlich der achten Klassen, deren Eltern beispielsweise Beschäftigte im Gesundheitsbereich sowie im medizinischen und pflegerischen Bereich, im Bereich der Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr sind, Notfallbetreuungen  zu gewährleisten, sei daher ausdrücklich zu begrüßen, betonte Ulf Thiele.

Erschrocken sei er allerdings darüber, dass in beiden Krankenhäusern Desinfektionsmittel gestohlen wurden, sogar aus den Spendern in den Fluren. „Das ist unverantwortlich, sowohl den Beschäftigten der Kliniken gegenüber, insbesondere aber auch den Kranken“, empörte sich der Landtagsabgeordnete. Er begrüße daher, dass in den Krankenhäusern die Öffentlich zugänglichen Spender von Desinfektionsmitteln nicht mehr bestückt werden, um einen Mangel zu vermeiden.

Insgesamt sieht Ulf Thiele die regionalen Gesundheitseinrichtungen derzeit gut aufgestellt für die Pandemie. „Corona ist die größte Herausforderung, die sich unsere Wirtschaft, unser Gesundheitssystem, die Politik und jeder einzelne von uns stellen muss.“ Bei allen noch entstehenden Schwierigkeiten und Problemen sei er aber Überzeugt, „dass unsere Gesellschaft gestärkt daraus hervorgehen wird“.


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