Verbesserungen für Schulen angestrebt – Ulf Thiele sprach mit VNL-Bezirksvorsitzenden Heinz-Gerhard Rademacher

15. August 2018

Ostfriesland/Oldenburg, 15. August 2018.- „Ausführlich und intensiv“ war das Gespräch, das der CDU-Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Ulf Thiele, kürzlich mit Heinz-Gerhard Rademacher, dem neuen Vorsitzenden Bezirk Oldenburg-Ostfriesland des Verbandes Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL) führte. „Realschulen müssen gestärkt werden“, waren sich beide Gesprächspartner nach der rund anderthalbstündigen Unterredung in der CDU-Kreisgeschäftsstelle Leer einig. Das gilt nach Thieles Auffassung nicht nur mit Blick auf die personelle Ausstattung und Investitionen in die Schulgebäude, sondern auch bezüglich ihrer Rolle im Schulsystem. „Der Realschulabschluss hat einen hohen Stellenwert und steht vor allem für berufliche Orientierung. Der Drang nach dem Abitur für alle hingegen ist eine Sackgasse, in der alle Schulabschlüsse ihren Stellenwert verlieren und viele Schülerinnen und Schüler überfordert werden“, findet Ulf Thiele.

Der ‚Verband Niedersächsischer Lehrkräfte – VNL/VDR‘ ist aus dem traditionsreichen Realschullehrerverband, dem ,VDR Niedersachsen‘ hervorgegangen. Der Verband versteht sich als Interessensvertretung aller Lehrkräfte an den Schulen in Niedersachsen, im Sekundarbereich I insbesondere an den Realschulen, Hauptschulen, Oberschulen und Gesamtschulen. Unter dem Dach des Niedersächsischen Beamtenbundes und Tarifunion (NBB) tritt der VNL/VDR für ein vielfältiges Schulsystem in öffentlicher und privater Trägerschaft ein. Der VNL/VDR ist Mitglied im Deutschen Lehrerverband Niedersachsen (dln) und im Verband Deutscher Realschullehrer (VDR).

„Die Gespräche mit den Interessensvertretungen der Lehrer und Lehrerinnen und meine Besuche in den Schulen sind für mich wichtig, um Probleme und Schwierigkeiten schnell erkennen und soweit möglich bei der Behebung helfen zu können“, so Ulf Thiele nach dem Gespräch. Ganz besonders wichtig sei aber für alle Beteiligten, also Lehrer, Eltern und Schüler, „dass wir nicht ständig neue Strukturdebatten führen“. Es gehe um Verlässlichkeit und Kontinuität in der Bildungspolitik. Innerhalb der bestehenden Strukturen sei es die „Zielsetzung, dass die Schulen im Landkreis Leer weitere Verbesserungen erfahren“.

Größte Herausforderung sei nach wie vor die personelle Situation. „Es fehlen Lehrkräfte“, brachte Ulf Thiele die Situation auf den Punkt. Diese sei auch nicht in wenigen Wochen zu lösen, sondern nur „durch eine erhebliche Kraftanstrengung aller Beteiligten, vor allem des Landes Niedersachsen als Dienstherr und wohl auch erst mittelfristig“. Daran würden die Bildungspolitiker der Regierungskoalition in Niedersachsen „intensiv arbeiten“.

Die bisherigen Maßnahmen des Kultusministeriums reichten dafür allerdings noch nicht aus. Beispielsweise müsse mehr getan werden, um qualifizierten Quereinsteigern den Weg in den Schuldienst zu ermöglichen. „Solange wir in dieser Mangelsituation sind und jede Lehrkraft brauchen, muss auch jedem pensionierten Lehrer ein Anreiz gegeben werden, seine Lehrtätigkeit an den Schulen zu verlängern. Zudem müssen wir den hohen Teilzeit-Anteil reduzieren. Auch dafür müssen Anreize gesetzt werden“, schlägt Ulf Thiele als weitere Maßnahmen für eine verbesserte Unterrichtsversorgung vor.

Außerdem müsse das Kultusministerium endlich eine regelmäßige Personal-Bedarfsermittlung entwickeln, damit die Universitäten gezielter und fachbezogen ausreichend Studienplätze bereitstellen könnten, so Ulf Thiele. Mit Heinz-Gerhard Rademacher vereinbarte er einen regelmäßigen inhaltlichen Austausch.


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