Ulf Thiele, Udo Dänekas, Johann Boelsen, Marion Cramer und Ralf Möhlmann

Samtgemeinde Jümme, 14. März 2019.- Die Samtgemeinde Jümme hat Bedarf an neuen Flächen für Gewerbebetriebe, aber auch für Bauland. Der Erwerb zusätzlicher Grundstücke für diese Zwecke fällt der Kommune zunehmend schwer, erfuhr der Landtagsabgeordnete und finanzpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Ulf Thiele aus Remels, bei einem Gespräch im Rathaus der Samtgemeinde. Der Landkreis Leer wirke zudem darauf hin, dass durch eine Verdichtung der Bebauung im Innenbereich Möglichkeiten zum Wohnungsbau geschaffen werden könnten. Die möglichen Flächen in der Samtgemeinde seien für die Bebauung in den meisten Fällen allerdings faktisch nicht geeignet.

„Beides ist ärgerlich“, so Ulf Thiele nach dem Gespräch. „Aber niemand kann ohne Weiteres gezwungen werden, Ländereien zu verkaufen“, zeigte er Verständnis auch für die Grundstückseigentümer, „die häufig auch selbst existenziell auf ihre Flächen angewiesen sind“. Insgesamt sei aber erfreulich, dass es den Flächenbedarf gebe, denn das zeige, dass Jümme eine „gesunde und aufstrebende Kommune sei“. Viele ländliche Regionen hätten mit einer Abwanderung der Bevölkerung zu kämpfen. „Das ist in Ostfriesland in vielen Orten glücklicherweise nicht der Fall.“

Ein weiteres Thema der Besprechung, an der neben Bürgermeister Johann Boelsen und dessen allgemeinem Vertreter Ralf Möhlmann auch der Vorsitzende der CDU Jümme und Samtgemeinde-Fraktionsvorsitzende Udo Dänekas und CDU-Vorstandsmitglied Marion Cramer teilnahmen, war die geplante Sanierung der Burg Stickhausen und deren künftige Nutzung. Die Samtgemeinde Jümme hatte die Burg und das alte Amtshaus für 290.000 Euro gekauft. Sie soll dauerhaft für den Tourismus und die Öffentlichkeit nutzbar bleiben. „Das ist ein interessantes Projekt, gerade auch mit Blick auf den steigenden touristischen Wert der Anlage“, so Ulf Thiele. Zunächst sei aber die Sanierung der Burganlage wichtig, und die werde noch viel Zeit, Arbeit und auch Geld erfordern. „Aber der Aufwand wird sich lohnen“, ist der Landtagsabgeordnete überzeugt. Er sagte zu, bei der noch ausstehenden Förderung aus der EU-Förderkulisse des Landes Unterstützung zu leisten.