Milch und Käse aus Nordwestdeutschland auch in anderen Ländern sehr gefragt – Ulf Thiele sprach in Molkerei Ammerland mit Vertretern der Milchwirtschaft

28. September 2018

Wiefelstede / Ostfriesland, 28. September 2018.- Es ist recht ruhig geworden um das Thema Milchpreise. Die sind in den vergangenen Monaten angestiegen und haben die prekäre Lage von Milchbauern und Molkereien ein wenig entspannt. „Aber nur ein wenig“, so der CDU-Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Ulf Thiele, nach einem Besuch der Molkerei Ammerland, an die auch viele ostfriesische Landwirte ihre Milch liefern. Zusammen mit dem Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Jens Nacke, hatte der Politiker aus Remels in Wiefelstede Gespräche mit Mitgliedern des Vorstandes der Molkerei und des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Ostfriesland e.V. geführt. Im Mittelpunkt standen dabei die Themen Milchmärkte und Milchpreise, aber auch der Strukturwandel in der Landwirtschaft und nicht zuletzt die wirtschaftlichen Folgen des Brexit, also dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.

Besonders erfreut zeigte sich Ulf Thiele, dass die Milchbauern aus Nordwestdeutschland mit ihren Produkten gut am Markt bestehen und Konkurrenz nicht zu fürchten brauchen. So seien Milch und Käse aus dem Nordwesten Deutschlands sogar in Nordamerika und in Asien sehr gefragt. „Während der Absatz und die Akzeptanz der Produkte also weniger das Problem sind, machen sich die Landwirte verständlicherweise Sorgen um den künftigen Milchpreis, von dem das wirtschaftliche Überleben zahlreicher Betriebe abhängt“, so die Abgeordneten nach dem Gespräch mit den Vertretern der Landwirtschaft und der Molkerei Ammerland. Obwohl der Preis natürlich stets auch von der Menge der angebotenen Milch abhängig ist, wollten die meisten Mitglieder der Molkereigenossenschaft keine neue Mengenregulierung, erfuhren Ulf Thiele und Jens Nacke in dem sehr ausführlichen Gespräch.

Ulf Thiele sagte zu, sich für eine gerechtere steuerliche Bewertung der Gewinne und Verluste von landwirtschaftlichen Betrieben einzusetzen. Derzeit werden die Einnahmen von zwei Jahren gemittelt und versteuert. „Werden die Betriebsergebnisse von drei aufeinanderfolgenden Jahren in die Berechnung einbezogen, ergibt sich eine gerechtere Verteilung von Verlusten, wie sie zum Beispiel durch den ungewöhnlich heißen und trockenen Sommer in diesem Jahr für viele Betriebe eingetreten ist“, so Ulf Thiele. „Es geht um eine bessere  Risikoverteilung und auch eine gerechtere Besteuerung.“

„Die Landwirtschaft und die heimischen Betriebe sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für unsere Region“, betonte Ulf Thiele. Politik müsse sie im notwendigen Strukturwandel unterstützen und fördern, ohne zu sehr in den Markt einzugreifen.


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